Hausmitteilungen
Sogar Harald Martenstein erwägt schon den Schwenk von ironischer zur Sex-Kolumne:
"Damit die Welt besser wird, wünsche ich mir, dass der Axel Springer Verlag die Welt für einen Euro an mich verkauft. Ich werde als neuer Verleger auf der Seite eins der Welt persönlich eine tägliche Sexkolumne verfassen, ›Von Lenden gezeichnet‹"
Die ZEIT Nr. 1 2006
Wer bin ich, dass ich da noch an einem sexfreien Blog festhalten wollte.
*liest der aktuellen ZEIT immer mit 20tägiger Verspätung hinterher*
*drei Tage davon verschuldet die italienische Post*
ElsaLaska - 10. Jan, 11:16
"Ich frage mich, wie es vor 100 Jahren war. Als meine Großmutter noch lebte und 7 Unterröcke trug, und die Lust so verborgen war wie ein Zimmer, das man nicht betreten darf.
Wie angemessen war das damals. Und wie undenkbar waren Scheidungen. Der Geschlechtsverkehr ist nicht die Antwort auf die Fragen unserer Zeit."
Post von Wagner, F. J. Wagner in der BILD.
In der Tat nicht, aber mäßig ausgeübter Geschlechtsverkehr vor dem Verfassen der Kolumne hätte Ihr Blut stärker mit Sauerstoff angereichert und ein bisschen davon vielleicht sogar in relevante Denkzentren des Oberkopfes gespült.
Oma musste sich nicht scheiden lassen, die Jungs sind reihenweise in allen möglichen Kriegen gefallen, so dass man sich schnell und bequem wieder verheiraten konnte, sofern einen jemand mit sechs Kindern noch wollte. Geld war ja keins da, es sei denn, Oma wäre mitsamt ihren Unterröcken auf den Strich gegangen, um sich und ihre Kinder irgendwie durchzubringen. Das war das Szenerio, wenn Oma Glück hatte.
Wenn sie Pech hatte, hängte ihr Opa vor lauter verbotener Lust, die er in irgendeiner verdreckten Absteige ausgelebt hatte, eine Syphilis auf, an der sie - und falls sie gerade schwanger war, auch das Kind - bei lebendigem Leib verfaulte. Vielleicht hat man ihr ja zusätzlich auch noch Malariaerreger injiziert, als zwar leidlich effektive, doch relativ stark mit Nebenwirkungen behaftete Behandlungsmethode.
Und leider galt es doch schon damals:
Die Marokkokrise, der Russisch-Japanische-Krieg, der Blutsonntag vor dem Winterpalast in St. Petersburg warfen dringende Fragen der Zeit auf, die auch trotz noch so verzweifelt vollzogenem Geschlechtsverkehr nicht zu beantworten waren.
Wobei ich den Gedanken an sich sehr inspirierend finde, einen Mahmudedinne.. egal, Kalif Storch also, oder einen Pat Robertson einfach von der Erdoberfläche hinwegpoppen zu können, wenn man wollte.
ElsaLaska - 6. Jan, 19:28
wie man einen Screenshot macht, dann würde ich das jetzt festhalten:
Aktuelles Wetter in Ancona:
RIESENSONNE mit nur EINER einzigen Wolke davor, diese nicht schwarz, sondern fast transparent.
Sonntag früh gehts los, ich hoffe, die Hochdruckwelle hält an.
ElsaLaska - 6. Jan, 10:45
(only for BigBerta)
Chorus:
Who killed Bambi? (9x) (!)
Murder murder murder
Someone should be angry
The crime of the century
Who shot little Bambi
Never trust a hippie
'Cause I love punky Bambi
I'll kill to find the killer
In that rotten roll army
All the spikey punkers
Believers in the ruins
With one big shout
They all cry out
Who killed Bambi?
Who killed Bambi?
Sex Pistols
ElsaLaska - 6. Jan, 00:24
was sie einmal waren. Ich entnehme diese Erkenntnis
einem Eintrag über eine Zugfahrt von Big Berta, der nicht nur mit unterirdischen Kommentaren, sondern auch gleich mit relevanten Fotos verziert worden ist. Ich meine, ich hatte damals Annie-Lennox-gleiche-wasserstoffsuperoxid- Haare mit einem roten fünfzackigen Stern eingefärbt, wenn sie nicht sowieso leuchtendblau erglänzten (der rote Stern war natürlich Ergebnis einer haltlosen Wette um galore of hochpreisigen Alkohol). Und es war auch so, dass mein Lieblingspunk, der auch gleich RAF hieß, einen zwei Meter hohen Irokesenschnitt hatte plus Sicherheitsnadel in der Backe. Das war lange vor diesem Scheiß-Piercing-Müll. Wenn irgendwelche Faschisten in unser Jugendzentrum kamen, hat RAF mittels des Billardstockes mal kurz aufgeräumt und die Frauen konnten sich wieder wohl fühlen. Ich hatte Fiorucci-Jeans an, die ein einziges Loch knapp unterhalb des Hüftknochens darstellten, und um das auszugleichen waren die Seitennähte mit breitem Leder eingesetzt. Außerdem war ich tätowiert und schwärmte für Campino. Und Rocco Schamoni. Der schon einmal gelebt hat, so wie ich.
Achso, ich habe natürlich nie geschnorrt. Ich hatte Kohle ohne Ende und auch noch keinen Hund. Fast wie jetzt also.
ElsaLaska - 5. Jan, 23:25
Das hab ich von Texteria, den Fachausdruck. Steht irgendwo in den Kommentaren herum. Gestern dachte ich mir noch, auf was für schräge Ideen kommt denn Texteria, bis der Tag lang ist? Heute weiß ich es besser. Ich möchte folgendes unter dem Begriff "kumulierte Gesprächssituation" für die Annalen festhalten. Die kumulierte Gesprächssituation sieht so aus:
Ich trotte jeden Tag mit Rasul an einer Hausecke vorbei. Das Haus ist ochsenblutfarben, der Hof ist mit gepflegten schwarz-weißen, stündlich gekärcherten Batikplatten gefliest. Immer steht eine schwarz gekleidete greise Witwe im Hof, oder sie öffnet das Küchenfenster. Immer biegen wir um die Hausecke, ohne anzuhalten um zu pinkeln. Rasul pinkelt nicht gegen Hausecken, es sei denn, ich befehle es ihm nachdrücklich. Auch ich pinkle nicht gegen Hausecken, selbst wenn man es mir befehlen würde.
DENNOCH! Jeden Tag beim traditionellen Um- die- Ecke-biegen schallt uns die Frage entgegen: "Ist das Ihr Hund, der gegen meine Hausecke pinkelt?". Jeden Tag beantworte ich diese Frage je nach Stimmungslage mal ausgiebiger erläuternd, aber verneinend, hin und wieder auch etwas knapper, aber immer in einen negativen Bescheid resultierend.
Gestern fügte ich meiner sich seit Wochen anmutig dahinflechtenden Argumentationskette noch hinzu, dass Rasul nichts anzupinkeln pflege, weil er doch kastriert sei.
Heute wurde ich darüber informiert, man habe Tag und Nacht über diese Aussage nachdenken müssen, hätte aber ihren Sinngehalt nicht erfasst. Bedeute es vielleicht, dass Rasul überhaupt nicht mehr pinkeln müsse? Das könne man sich jetzt nicht vorstellen, schließlich sei die Hausecke chronisch verpinkelt. Natürlich muss er global gesehen pinkeln, selbst wenn er kastriert ist, hole ich aus. Nicken. Genauso hatte man sich das vorgestellt. Aber wir laufen an Ihrer Hausecke immer zügig vorbei, ohne anzuhalten.
Morgen wird sie, nach dieser doch gewagten Gesprächsvariation, die alte Platte wieder auflegen, sagt mir ein diffuses Gefühl.
ElsaLaska - 5. Jan, 18:17
Man hat nachgefragt - deshalb
Was bedeutet für dich animalisch im Zusammenhang mit Sex?
16.67%
(1 vote)
Wir poppen und er rezitiert Evgenij Onegin im russischen Original.
0% (0 votes)
Wir tun es und er liest mir währenddessen aus Kafkas Tagebüchern vor.
50%
(3 votes)
Wir liegen im Bett und Testsiegerin serviert uns eine Blutwurst.
33.33%
(2 votes)
Es bedeutet etwas Schmutziges - ich will es erleben und NICHT darüber abstimmen!
Total: 100% (6 votes)
Created by
ElsaLaska on 4. Jan, 23:02.
This poll was closed on 20. Jan, 20:48.
ElsaLaska - 4. Jan, 23:03
ElsaLaska - 4. Jan, 22:17
Hoffnungsfroh hast du die Hürden der Registration genommen und deinen möglichst albernen Nick endlich aktiviert. Glückwunsch! Gleichgesinnte Schreibende jeglicher Couleur haben nur auf dich gewartet. Sie verzehren sich nach deinen Werken, deinen klugen und feinsinnigen Gedanken, kurz gesagt, sie haben ihr Leben noch gar nicht gelebt, bevor sie dich kennenlernen durften.
Um deinen Internetauftritt zu seinem rauschenden Erfolg zu gestalten, befolge gewissenhaft die hier zusammengestellten Tipps.
1. Poste als allererstes Auszüge aus deinen Lieblingswerken. Die anderen kennen sie nicht, können sie gar nicht kennen und sind begierig darauf zu erfahren, wie gebildet und belesen du bist.
2. Arbeite in deinen kritischen Anmerkungen zu den Werken anderer unbedingt mit verschiedenen Farben - natürlich mit einer ausführlichen Anweisung zur Bedeutung des von dir benutzten Farbcodes.
3. Smilies sind da, um deinen Kommentar abwechslungsreicher zu gestalten. Am besten signierst du mit einer lockeren Folge von drei bis vier verschiedenen Smilies, das verschafft einen hohen Wiedererkennungswert.
4. Die anderen haben es mal wieder geschafft: Du bist ernsthaft sauer. Benutze möglichst viele Großbuchstaben, vier- bis fünfmal wiederholte Fragezeichen und Ausrufezeichen, sowie eine Perlenkette von sich abwechselnden Missfallenskundgebungssmilies über mindestens zwei Zeilen. Deine Emotionen sind es unbedingt wert, transportiert zu werden.
5. Kritisiere möglichst die Kritiken anderer. Schließlich haben sie keine Ahnung.
6. Reagiere unbedingt mit Beifall und Jubel, wenn jemand dir seine Betroffenheit kundtut. Unabhängig von der Qualität deines Textes hast du es geschafft, eine Zwillingsseele zu berühren. Das geschieht viel zu selten und du kannst stolz darauf sein.
7. Finde möglichst viele Gegenargumente, wenn jemand deinem Werk ankreidet, dass Fehler in Rechtschreibung und Grammatik gehäuft auftreten. Dein Werk ist dein Kind. Und Liebe heißt, jemanden mit all seinen Fehlern zu akzeptieren.
8. Schreiben soll Spaß machen. Es ist eine außergewöhnliche und äußerst kreative Tätigkeit. Lass dir das auf keinen Fall nehmen. Du hast Spaß am Schreiben, das steht an erster Stelle. Wenn jemand keinen Spaß am Lesen deines Werkes hat, soll er doch wegklicken. Ist ja nicht deine Schuld.
9. Wenn der Inhalt deiner Werke Anstoß gibt, weil er Gewalt verherrlicht, menschenverachtende Inhalte hat, rassistisch oder sexistisch ist, um so besser. Falls dich irgendsoein Blockwart auf die Forenregeln hinweist, dann schrei sofort laut Zensur und Bücherverbrennung. Wer die hochwertigen Werke anderer Schreibenden einfach löscht, der verbrennt ganz sicher auch Bücher. Und ist ein Faschist. Du aber stehst für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde ein. Auch und gerade in der KUNST. Nötigenfalls mit deinem Account.
10. Dein Account wird gelöscht. Melde dich sofort wieder an. Wir leben schließlich in einem freien Land und niemand kann dir verbieten zu schreiben.
11. Dein Account wird schon wieder gelöscht, weil man dir auf die Schliche gekommen ist. Persönliches Pech.
12. Jemand schreibt eine undurchdachte, schlecht recherchierte Satire auf dich. Persönliches Pech.
13. Jemand möchte weder privat noch auf dem Forum etwas mit dir zu tun haben. Akzeptiere das auf keinen Fall. Weise in jedem Thread, den du eröffnest, auf diese Person hin. Erwähne überall ihren Namen. Früher oder später wirst du die Beachtung finden, die du so verzweifelt ersehnst.
14. Jemand schreibt dir eine unverschämte private Nachricht. Veröffentliche sie sofort innerhalb des Forums und schare möglichst viele empörte Anhänger um dich herum.
15. Beklage ständig den Verlust von menschlichen Werten wie Höflichkeit, Liebe, Verständnis und tiefempfundenes Mitgefühl. Fordere Menschlichkeit ein, gerade hier im virtuellen Raum. Verfolge, polemisiere gegen und mache alle verächtlich, die anderer Meinung sind als du. Ihnen mangelt es an den grundlegenden Eigenschaften echter Menschlichkeit.
ElsaLaska - 4. Jan, 19:08
auf der Tastatur, weil ich ein Firmenpräsentationsvideo aus dem Internet habe und relevante Infos daraus verwenden soll. Toll, wenn das Notebook dann keine externen Lautsprecher hat. Alle Schalterchen des internen Systems hochgefahren, und trotzdem übertönt der Lüfter jedesmal entscheidende Stellen, selbst wenn man es schon dreißig Mal hat ablaufen lassen. Und weil alle Schalterchen hochgefahren sind, kriege ich jedesmal einen Herzschlag, wenn eine Mail REINGONGT.
ElsaLaska - 3. Jan, 20:05